Selbstironie


Woran lässt sich ein/e DogmatikerIn erkennen?

Meiner Ansicht nach am fast vollkommenen Fehlen von Selbstironie.

Es wäre begrüßenswert, wenn wir uns nicht so oft so ernst nehmen würden, sondern vielmehr mit einem gütigen Blick ironisch auf unser/e Selbst schauen könnten.

Es könnte dann so spielerisch sein, unser/e jeweiligen/jeweiliges Leben.

Werbeanzeigen

Wertschätzung/Geringschätzung


Jemandem „einfach so“ im Moment absichtslos mitzuteilen bzw. zu zeigen, was man an ihr oder ihm schätzt, so etwa könnte Wertschätzung beschrieben werden.

Jemandem etwas möglichst bekömmlich mitzuteilen, das für sie oder ihn schmerzhaft sein könnte, etwa ein kritisches Feedback oder eine schlechte Nachricht – auch so könnte Wertschätzung umschrieben werden.

Jemandem etwas nicht mitzuteilen, was diese oder diese jedoch erfahren sollte, um sich etwa weiterentwickeln oder auf eine schwierige Situation einstellen zu können – dieses Verhalten könnte als geringschätzig bezeichnet werden.

Es verkleidet sich manchmal als Rücksichtnahme („das kann ich ihm nicht zumuten“ oder „ich will ihr nicht wehtun“), hinter dieser Maskierung verstecken sich jedoch oft Unsicherheit bzw. Feigheit.

Suggerierte Mängel


Wichtig ist: Wir sind gut so, wie wir sind. Wir sind keine Mangelwesen, vielmehr haben wir alles mitbekommen, um ein gutes Leben zu leben („Potenzialhypothese“). Wir sollten „nur“ darauf achten, dass wir uns keine Differenz zwischen unserem Ist- und irgendeinem behaupteten Sollzustand suggerieren lassen, denn dann liegt plötzlich und unvermittelt ein (konstruierter) Mangel vor, den wir womöglich mittels Konsum auszugleichen versuchen (was wiederum nicht funktionieren kann). Klingt anstrengend? Ist es auch.

Will Rogers meint dazu: „Zu viele Leute geben Geld, das sie nicht haben, für Dinge aus, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen.“

Der notwendige menschliche Freiraum ist frei von marktwirtschaftlichen Interessen. Wir sind gut so, wie wir sind.

Restriktionen können zu Lösungen führen


Es kommt vor, dass lösbare Probleme erst dann gelöst werden (können), wenn sie als Restriktionen (man könnte auch „unlösbare Schwierigkeiten“ dazu sagen) behandelt werden. Die Lösung liegt dann im Umgang mit dem Problem als Restriktion. Eigenartig eigentlich.

Wachsam ins Gute drehen


Wenn Du in einem bzw. durch einen Alptraum aufwachst, dann wäre es hilfreich, wenn Du diesen im Wachsein – gleichsam wachsam – weiterträumst und zu einem guten Ende drehst.

Ein Bild von einer Pfeife ist keine Pfeife…


Ein Foto einer schönen Landschaft ist nicht die schöne Landschaft…

Ein Film über eine erfüllte Beziehung ist keine erfüllte Beziehung…

Ein Selfie bist nicht Du…

Das Lesen eines Buches über Achtsamkeit ist nicht schon ein achtsames Leben…

***

Barfuß durchs Gras gehen.

In den Sternenhimmel schauen.

Ruhig am Bachufer sitzen.

Durch den Wald gehen.

Leben.

Humor öffnet Herzen


Du bist nicht Deine Gedanken, Du bist auch nicht Deine Gefühle. Gedanken und Gefühle kommen und gehen, ziehen durch Dich hindurch, wenn Du das zulässt. Wie sie kommen so gehen sie dann auch wieder.

Sag Dir, dass es so ist, wie es eben gerade ist. Und gegebenenfalls, dass es besser werden kann. Dabei hilft Humor, ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Und bekannterweise können wir mit Humor ja auch heilige Kühe unsittlich berühren.

Wissen/Weiheit


Wissen spricht.
Weisheit hört zu.

Zwischendurch


Pessimist des Intellekts sein und trotzdem Optimist des guten Willens bleiben können. Wenn dazu noch die Möglichkeit und die Fähigkeit treten, sich (nahezu) immer und überall denken zu können: „Und ich kann auch ganz anders“, dann fühlt sich das ja fast an wie Freiheit.

Das ist weit weg von jeder Selbstverständlichkeit.

„Die Geister, die ich rief“


„Und sie laufen! Nass und nässer wird’s im Saal und auf den Stufen, welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister, hör mich rufen! Ach, da kommt der Meister. Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los!“

Wer kennt sie nicht, Goethes Geschichte vom Zauberlehrling, der den Besen verhext und ausschickt, um Wasser vom Fluss zu holen. Doch er vergisst das Zauberwort, um den Besen wieder zu stoppen – und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Als solch ein Zauberlehrling stellt sich aktuell beispielsweise „Facebook“, eines der weltweit einflussreichsten Unternehmen der Gegenwart, dar. Dessen große Popularität basiert auf dem Netzwerkeffekt: Der Vorteil für jede Nutzerin und jeden Nutzer, Teil eines Netzwerks zu sein, wächst mit der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzern desselben. Gleiches gilt für den Nachteil, wenn man nicht dabei ist. Und je öfter man Facebook nutzt, desto zuverlässiger erfolgt ebendort das „Bespieltwerden“ mit Nachrichten, Werbung, usw. jener Art, die man bislang bereits nachgefragt bzw. goutiert hat. Die Algorithmen, die da am Werk sind, stellen sukzessive sicher, dass – wie es so schön im „Produktquadranten“ des Marketing-Mix-Konzepts heißt – vielversprechende homogene Zielgruppen ausgemacht werden können. Und solche sind ja die Voraussetzung für jedes professionelle Produktmanagement. Weiterlesen