Monatsarchiv: Februar 2012

Defizite in Fähigkeiten verwandeln: Die Geschichte vom schüchternen Bären und der Eule


Es war einmal ein Bär namens Chary, so ein richtig niedlicher putziger Bär. Aber Chary hatte ein Problem, nämlich seine Schüchternheit.

Wenn er mal wieder Nachschub an Honig benötigte – und das war recht häufig der Fall, weil Chary Honig über alle Maßen liebte – und sich vor dem „Honey in one minute“-Laden in der langen Warteschlange anstellen musste, konnte es schon vorkommen, dass er jedem, der ihm mit dem Argument kam, es eilig zu haben, den Vortritt ließ. Wenn er dann drei Stunden später endlich an der Reihe war, ergatterte er oft nur mehr ein kleines Glas von dem begehrten Blütenhonig, was ihn dann manchmal die ganze Nacht und den ganzen nächsten Tag ärgerte.

Oder wenn er hin und wieder Madeleine Bearowicz begegnete, dem schönsten und charmantesten Bärenmädchen weit und breit, dann fing er an zu beben und so zu erröten, dass seine Schnauze ganz exakt die gleiche Farbe annahm, wie wenn er – was er nur ganz selten tat – einen halben Liter Honigwein getrunken hätte. Und wenn sie ihn dann auch noch anlächelte, weil sie ihn, zumindest hatte ihm sein Arbeitskollege, der Hund Paddy, das gesagt, gern mochte, dann pfiff ihm heiße Luft aus den Ohren vor Aufregung und er brachte nichts anderes als ein leises gehauchtes „Hallo Madeleine, es ist schön, Dich zu sehn“ heraus, so verrückt verzückt verzaubert verschüchtert war er von ihrem Anblick. Und es quälte ihn eine ganze Woche, sie wieder nicht ins Freiluftkino am Waldsee eingeladen zu haben. Weiterlesen

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Ein paar anregende Sprichwörter mehr…


Nach längerer Zeit werde ich heute wieder ein paar Sprichwörter zum Besten geben, die mir in den letzten Monaten begegnet sind, sich als für systemisches Denken (Nach- und Vordenken) sehr anschlussfähig erweisen und in der Folge Aufnahme in mein Notizbuch gefunden haben:

„Indem wir fortwährend uns üben, es mit allerlei Mitmenschen auszuhalten, üben wir uns unbewusst darin, uns selber auszuhalten: was eigentlich die unbegreiflichste Leistung des Menschen ist.“ (Friedrich Nietzsche)

„Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall.“ (Friedrich Dürrenmatt).

„Entweder man lebt, oder man ist konsequent.“ (Erich Kästner)

„Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

„Manche Menschen würden eher sterben als nachdenken. Und sie tun es auch.“ (Bertrand Russell)

„Überhaupt ist es für den Forscher ein guter Morgensport, täglich vor dem Frühstück eine Lieblingshypothese einzustampfen, das erhält jung.“ (Konrad Lorenz)

„Die Reparatur alter Fehler kostet oft mehr als die Anschaffung neuer.“ (Wieslaw Brudzinski)

„Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen, allerdings entscheidenden Fehler: Sie sind uninteressant.“ (Zsa Zsa Gabor).

„Glück ist ganz einfach gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.“ (Ernest Hemingway)