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Irrationale Politik? Njein…


Politik auf nationaler, europäischer und auch internationaler Ebene in letzter Zeit zu beobachten ist – wieder einmal – ein Garant in Richtung „Haare raufen“: So warten etwa drängende komplexe ökonomische und ökologische Problemkonstellationen seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten auf angemessene Antworten (bzw. zumindest passende Fragestellungen). Und wer in den letzten paar Jahren angesichts der zu konstatierenden Zuspitzungen in mehreren Bereichen der Hoffnung anheimgefallen ist, dass das zur Gestaltung legitimierte politische System zunehmend unter Druck geraten würde, nun endlich viabel scheinende Zukunftsentwürfe für das große Ganze zu generieren – der wundert sich nunmehr umso mehr über kurzsichtige peinliche Debatten über „peanuts“, ausgeprägte Klientelpolitik der regierenden Parteien, die mittlerweile offensichtlich den Tellerrand eines Suppen- gegen jenen eines sehr kleinen Desserttellers eingetauscht haben, tagespolitisches Hickhack auf Nebenschauplätzen, die sich durch diese Bezeichnung bereits geehrt fühlen sollten, usw. Somit stellt sich die Frage nach der Irrationalität politischen Handelns wieder einmal mit besonderer Vehemenz. Weiterlesen

Globale Ethik und Verantwortungsethik


Vielerorts – auch und insbesondere in Unternehmen und Führungskräftezirkeln bzw. -seminaren – werden in letzter Zeit (wieder) sogenannte „Wertediskussionen“ geführt. Dabei drängt sich mir der Verdacht auf, dass diese die Funktion haben könnten, die Aufmerksamkeit von einer gebotenen Ethik des Handelns ab- und in Richtung einer weitgehend unverbindlichen abstrakten „Proklamationsethik“ umzulenken. Manchmal scheint die Werte-Thematik auch vom findigen Unternehmensmarketing utilisiert zu werden, um – neben bzw. anstelle von Kriterien wie etwa Design, Service, usw. – (zusätzliche) „werthaltige“ attraktive Unterschiede zu MitbewerberInnen zu suggerieren, allerdings ohne diese zu kreieren. Weiterlesen